Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, wird in Gießen in der Frankfurter Straße / Ecke Robert-Sommer-Straße an der Bushaltestelle stadtauswärts eine Verdachtsstelle aufgegraben. Anlass ist eine Fernwärmebaustelle, die Arbeiten beginnen um 8 Uhr. Möglich ist, dass sich im Untergrund noch Kampfmittelreste aus dem 2. Weltkrieg befinden. Dabei muss es sich jedoch nicht unbedingt um einen scharfen Sprengkörper handeln. Möglich ist auch ein bereits detonierter Sprengkörper, der nur noch abtransportiert werden müsste, oder etwas ganz anderes. Es könnte aber sein, dass an dieser Stelle auch noch eine intakte Bombe liegt. Was sich im Untergrund befindet, lässt sich erst sagen, wenn die Stelle aufgegraben ist.
Aus diesem Grund bereitet sich die Stadt nun auf alle Eventualitäten vor, unabhängig von der Wahrscheinlichkeit eines Fundes, die niemand berechnen kann. Sollte am 15. Oktober tatsächlich ein intakter Sprengkörper gefunden werden, müsste dieser zügig entschärft werden. Voraussichtlich würde dies noch am Tag des Fundes durch den Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt geschehen. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich an diesem Tag hier auf der städtischen Website über die aktuellen Entwicklungen der Lage zu informieren.
Bei dringenden Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline 0641 306-1122 wenden.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch nicht festgelegt werden, in welchem Umkreis Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen werden müssten. Den Umkreis legt der Kampfmittelräumdienst fest. Er richtet sich nach der Größe der Bombe und ihrer Lage. Zunächst wird von einem maximalen Radius von 1.000 Metern ausgegangen. In diesem Radius könnte es dann im Falle des Fundes einer scharfen Bombe zu Evakuierungsmaßnahmen kommen. Die Wohnung müsste dann in dieser Zeit unter Umständen verlassen werden und wäre bis zum Ende der Evakuierung nicht erreichbar. Die Betroffenen werden gebeten, sich vorab zu überlegen, wo sie sich für diesen Zeitraum aufhalten könnten, auch mit ihren Haustieren, zum Beispiel bei Verwandten oder Bekannten. Die Stadt wird zusätzlich Quartiere in der Mensa der Brüder-Grimm-Schule und in der Kongresshalle zur Verfügung stellen, die als Aufenthaltsort aufgesucht werden könnten.
Informationen dazu werden ebenfalls auf der Website zu finden sein.
Auch im Straßen- und öffentlichen Nahverkehr kann es im Falle eines Fundes zu Einschränkungen und Sperrungen kommen.
Quelle: giessen.de


