Marburg: Nach dem Fund einer Leiche am Mittwochnachmittag (21.10.2026) leiteten die Staatsanwaltschaft Marburg und die Marburger Kriminalpolizei umgehend umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen ein. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen identifizierten die Ermittler einen Tatverdächtigen. Der Mann hatte sich nach der Tat bereits ins Ausland abgesetzt. Weitere, länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen führten nach Polen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ das Marburger Amtsgericht wegen des dringenden Tatverdacht des Mordes einen nationalen sowie einen europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen. Der 42-Jährige wurde in grenzüberschreitender, europäischer Zusammenarbeit mit polnischen Behörden lokalisiert und gestern in Polen festgenommen. Er befindet sich nun in Haft, die Staatsanwaltschaft Marburg wird seine Auslieferung nach Deutschland im Wege eines Rechtshilfeverfahrens betreiben.
Den derzeitigen Erkenntnissen zufolge steht der festgenommene polnische Staatsangehörige in dringendem Verdacht, sein Opfer durch 19 Messerstiche getötet zu haben. Täter und Opfer führten nach aktuellen Erkenntnissen zumindest in der Vergangenheit eine Beziehung. Das Opfer hielt sich aufgrund eines Ex-Partners, bei dem es sich nicht um den Tatverdächten handelt, in einem Frauenhaus auf. Die 35-Jährige traf sich den Ermittlungen zufolge am Mittwoch mit dem Tatverdächtigen. Anschließend soll der 42-Jährige sein 35-jähriges Opfer getötet haben. Sein Motiv und die Hintergründe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund weiterhin laufender Ermittlungen und aus Gründen des Persönlichkeits- und Opferschutzes derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden können.

