Linden: Am Mittwoch (14.10.) meldete ein aufmerksamer Verkehrsteilnehmer einen vermeintlichen Notfall eines Autofahrers auf der A 45. Dem Zeugen war ein Mazda aufgefallen, dessen Fahrer gegen 13 Uhr Schlangenlinien fuhr. Kurz darauf stoppte der Mazda auf dem Standstreifen in der Verbindungstangente von der A 45 zur A 485 (Fahrtrichtung Marburg). Der Zeuge nahm an, dass ein medizinischer Notfall vorlag und hielt an. Er ging zum Mazda-Fahrer und wählte den Notruf. Polizei und Rettungskräfte eilten zum Einsatzort. Nach Untersuchung durch den Rettungsdienst stellte sich schnell heraus, dass kein medizinischer Notfall vorlag. Der Streife fiel stattdessen Alkoholgeruch bei dem Mazda-Fahrer auf.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab schließlich einen Wert von 3,67 Promille. Die Fahrt des 66-Jährigen aus Bayern, der sich auf der Durchreise nach Norddeutschland befand, war nicht nur beendet. Durch den Zeugenhinweis und die daraus resultierende Kontrolle wurde womöglich Schlimmeres verhindert. Der Mann musste mit zur Dienststelle. Dort führte ein Arzt eine Blutentnahme durch. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Auf ihn kommt nun ein Strafverfahren zu.