Nachtigall Foliendesign

Landkreis: Love Scamming” oder “Romance Scamming” ist wie eine Art Liebesbetrug in der digitalen Welt. Dem Opfer wird durch regen Nachrichtenverkehr (Kontaktbörsen, Messengerdienste, Email) das Entstehen oder Vorhandensein einer Liebesbeziehung vorgetäuscht. Das Opfer gerät in eine emotionale Abhängigkeit zum Betrüger, obwohl es nie zum direkten Kontakt kam. Versprechen werden oftmals nicht eingehalten. Aufgrund der emotionalen Abhängigkeit verfällt das Opfer dem Täter und macht alles um seine Gunst nicht zu verlieren. So überweist der Betrogene dem Täter über einen längeren Zeitraum mehrere Geldbeträge.

Diese Erfahrung machte auch eine über 50-jährige Frau aus dem Landkreis Gießen. Sie lernte über ein Internetportal einen vermeintlich stationierten US-Soldaten kennen, der offenbar alleinerziehend ist. Sein Konto wäre gesperrt und er könne die Kinderbetreuung nicht bezahlen. Das Opfer hatte so viel Vertrauen zu dem Mann, dass sie mehrere Geldbeträge überwies. Nachdem sie ihm insgesamt 10.000 Euro auf mehreren Konten anvertraut hatte, kam eine erneute Geldforderung von 9.000 Dollar. Angeblich müsse sich seine Kinderbetreuung vor der Steuerbehörde wegen des rückblickenden Geldtransfers äußern. Das Opfer wurde misstrauisch, vermutete Opfer eines perfiden Betrugs geworden zu sein und erstattete bei der Polizei Anzeige.

Scheuen Sie sich nicht die Polizei zu verständigen, wenn Sie Zweifel haben oder bereits auf einen Betrug reingefallen sind. Die Polizei wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Wie verhalte ich mich, wenn ich betrogen wurde? – Brechen Sie den Kontakt ab und nutzen Sie die Möglichkeiten, einen Betrüger zu blockieren. – Falls Sie bereits auf Forderungen der Betrüger eingegangen sind, werden diese sehr hartnäckig sein: Ignorieren Sie daher konsequent weitere Versuche der Kontaktaufnahme. – Sichern Sie den gesamten Schriftverkehr mit den Betrügern und heben Sie sämtliche Überweisungsbelege etc. auf. – Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Polizei und erstatten Sie Strafanzeige. – Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de.