Gießen: Am späten Freitagnachmittag (26.12.) kam es während eines Polizeieinsatzes im Universitätsklinikum Gießen gegen 16 Uhr zu einer Schussabgabe durch Polizeibeamte, bei dem ein 33-jähriger Mann tödlich verletzt wurde.
Kurz zuvor ging bei der Polizei Gießen ein Notruf durch das Klinikpersonal ein, welche von einem Patienten mit einer Schere bedroht werden würde. Daraufhin wurden Streifenwagen zum Ereignisort entsandt. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte den Patienten, welcher sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, feststellen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen griff der 33-Jährige die Einsatzkräfte mit einer Schere an, weshalb es in der Folge zum tödlichen Schusswaffengebrauch durch die Polizei kam.
Das HLKA hat, wie in diesen Fällen üblich, aus Neutralitätsgründen die Ermittlungen übernommen. Aktuell werden Zeugen vernommen und Spuren am Tatort gesichert. Außerdem ist der Schusswaffenerkennungsdienst im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat zwischenzeitlich die Beschlagnahme des Leichnams sowie die Obduktion angeordnet. Die genauen Hintergründe und der Einsatzablauf sind Bestandteil der laufenden Ermittlungen.



2 Kommentare
Andreas Fuchs
6 Monaten herNun ja, das so etwas langsam bei uns normal wird damit werden wir uns alle abfinden müssen solange die Täter bzw. Ihre Herkunft nicht öffentlich gemacht werden dürfen. Wird das micht geändert und alle anderen Menschen die hier leben weiterhin unwissend gehalten werden kann sich ja auch leider nichts daran ändern!
Claudia
6 Monaten herDabei stellt sich mir spontan die Frage, welche medizinische Behandlung er vermeiden wollte – und, ob das nicht durch sein Recht auf körperliche Unversehrtheit gedeckt gewesen wäre.
Dieser aus dem Zusammenhang gerissene Bericht lässt vermuten, dass sich hier medizinisches Personal über den Patientenwillen erhoben hat.
Dass man, wenn man sich gegen unerwünschte Behandlungen wehrt, mit dem Leben bezahlt, macht mehr als betroffen.
Ich hoffe, mein Eindruck wird durch genauere Berichterstattung entkräftet.
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