Die Polizei nahm nach einem Raub von Montag zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren fest.

Die beiden Tatverdächtigen trafen am Montag gegen 15.40 Uhr in einer Tiefgarage in der Cranachstraße auf einen 31-jährigen Gießener. Die Polizei geht davon aus, dass sich die Beteiligten aufgrund einer Geschäftsbeziehung kennen.

Ein Verdächtiger drückte den Gießener dort zu Boden, zog unter Vorhalt einer Schusswaffe den Fahrzeugschlüssel aus dessen Hosentasche und forderte sein Mobiltelefon. Nachdem das Opfer die Übergabe des Handys verweigerte, stieg der Verdächtige in den Golf des Opfers, startete den Motor und fuhr davon. Sein Komplize folgt ihm wenig später mit einem Ford Fiesta, mit dem die Tatverdächtigen offenbar zuvor angereist waren.

Im Zuge von Fahndungsmaßnahmen stoppten Polizisten den Fiesta-Fahrer, einen 21-jährigen Syrier, an der Raststätte „Dollenberg“ auf der Autobahn 45. Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges fanden die Beamten geklaute Kennzeichen, einen Schlagstock sowie eine Schusswaffe und stellten diese sicher. Darüber hinaus ist der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Sie nahmen ihn mit auf die Polizeiwache. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Gießen ließen ihn die Beamten wieder auf freien Fuß.

Aufgrund nachfolgender Ermittlungen geriet ein 20-jähriger Mann aus Syrien ins Visier der Kriminalpolizei. Polizisten nahmen ihn seiner Wohnung in Nordrhein-Westfalen fest. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten gestohlene Airpods und Schreckschussmunition. Auch das gestohlene Fahrzeug des 31-Jährigen konnte in dem Umfeld des Festgenommenen aufgefunden werden. Mangels Haftgründen entließen ihn die Beamten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen.