Gießen: Mitarbeiter der „Arbeitsgruppe Fahrrad“, die zu dem Gesamtkonzept „Sicheres Gießen“ gehört, führten mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei Lich Kontrollmaßnahmen im Gießener Stadtgebiet durch.

Zwischen 12.00 und 18.00 Uhr überprüften die Beamten 64 Fahrräder. Gegen 28 Fahrerinnen und Fahrer leiteten die Kontrolleure ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Bei über der Hälfte der Bikerinnen und Biker bemängelten die Ordnungshüter unvollständige oder gar nicht funktionierende Beleuchtungen an den Rädern. Eine funktionierende und vollständige Beleuchtung am Fahrrad ist gesetzlich Pflicht. Der Bußgeldkatalog sieht hier ein Verwarngeld von 20 Euro vor. Einige Radler fuhren trotz Durchfahrtsverbot durch die Fußgängerzone. Für diesen Verstoß müssen die Sünder ein Verwarngeld von 25 Euro zahlen.

Die Ordnungshüter stellten zwei Räder sicher, welche als gestohlen gemeldet waren. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an.

Ein 17-jähriger Jugendlicher versuchte mit seinem Rad vor der Kontrolle zu flüchten. In der Wolkengasse nahm eine Fahrradstreife den Jungen fest. Der Grund für seine Flucht war schnell gefunden: Bei seiner Durchsuchung fanden sie über 11 Gramm Marihuana und stellten es sicher. Darüber hinaus stand der 17-Jährige offenbar unter dem Einfluss von Drogen. Es folgte eine Blutentnahme auf der Polizeiwache.

Zudem wurden während der Kontrolle bei der Überprüfung eines Mannes ein Kinderfahrrad, Parfümflaschen und Schmuckstücke sichergestellt, die vermutlich aus Diebstählen stammen.

Bei der Kontrolle eines 36-jährigen Mannes stellte es sich heraus, dass dessen mitgeführter E-Scooter vor etwa drei Wochen offenbar gestohlen wurde. Auch soll er den Eigentümer des E-Scooters mit einem Messer bedroht haben. Die Beamten nahmen den 36-Jährigen, polizeibekannten Mann mit auf die Wache. Dort wurde er wegen mehrerer Diebstahlsdelikte vernommen und erkennungsdienstlich behandelt.