Landkreis Gießen: Bereits seit Mitte September überwies ein 76-Jähriger Mann aus dem Landkreis Gießen immer wieder größere Summen auf mehrere Konten, welche eine angebliche Anlagenberaterin für die Kryptowährung Bitcoin eingerichtet hatte. Über eine Anzeige bei den sozialen Medien sei er auf das Angebot, mit Bitcoin Geld zu verdienen, gekommen. In mehreren Telefonaten mit der falschen Anlagenexpertin und anderen Ansprechpartnern gewährte er diesen Betrügern über eine Software zur Fernsteuerung von Computern Zugriff auf seinen PC. In Absprache mit den Betrügern überwies er über 250.000 Euro. Trotz Misstrauen gelang es den Tätern immer wieder den Angerufenen unter Druck zu setzen. Zudem schickten sie ihm sogar dazugehörige „wichtige Dokumente“. Ende September rief ein angeblicher Mitarbeiter einer Institution an, die Finanz-Transfers überwachen würde. Dieser Mann gab vor, dass die Anlagenberaterin des 76-Jährigen eine Betrügerin sei und sie in U-Haft sitzen würde. Das Geld sei schon im Ausland und könne aber mit einer vorübergehenden Zahlung von 150.000 Euro zurückgeholt werden. Der Mann hatte nicht mehr so viel Geld und entschied sich zur Polizei zu gehen.

Die Polizei warnt davor, bei unbekannten Anlageberatern ohne weitere Prüfung Geld anzulegen.

Infomieren sie sich zuvor über den Berater oder sein Unternehmen auf unabhängigen Websites, in Fachzeitschriften und insbesondere bei der Verbraucherschutzzentrale.

Gewähren Sie zudem niemals unbekannten Personen über Software Zugriff auf ihren Computer.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizei Mittelhessen.